Intel: Warum der Konzern im KI-Boom auf die Rückkehr der CPU setzt
Handelsblatt Technik
5 mai 2026, 13:40
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München. Die Börse staunte, als Intel‑Chef Lip‑Bu Tan die Quartalszahlen vorlegte. Aber nicht der anhaltend hohe Verlust bewegte die Investoren, sondern eine überraschende Trendwende: Intels Serverchips verkaufen sich deutlich besser als erwartet. So sind die Erlöse der Rechenzentrumssparte zwischen Januar und Ende März im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel gestiegen. Die klassischen Zentralprozessoren, die sogenannten CPUs, gewinnen an Bedeutung. Tan sagte, die CPU werde zur „unverzichtbaren Grundlage des KI‑Zeitalters“. Der Aktienkurs des strauchelnden Halbleiterpioniers kletterte daraufhin auf ein Rekordhoch. Der Trend könnte ein Comeback einleiten, das viele in der Branche nicht mehr für möglich hielten. Ausgerechnet eine seit Jahrzehnten bekannte Prozessorarchitektur rückt wieder ins Blickfeld – mitten in einem Boom, der bislang fast vollständig von Nvidias Grafikprozessoren, den GPUs, geprägt wird. Der sagenhafte Aufstieg von Nvidia Um die aktuelle Wende zu verstehen, lohnt ein Blick auf die grundlegenden Unterschiede zwischen den Prozessoren. Beide Chiptypen sind eine Art Herz eines jeden Rechners. CPUs, die klassischen Prozessoren, sind Alleskönner, sozusagen das „Schweizer Taschenmesser“ der Computerwelt. Sie bestehen aus wenigen, sehr leistungsfähigen Kernen, die viele unterschiedliche Aufgaben nacheinander und präzise abarbeiten. Intel war über Jahrzehnte führend bei CPUs für Server, PCs und Notebooks, gefolgt vom US-Rivalen AMD . Der Trend könnte ein Comeback einleiten, das viele in der Branche nicht mehr für möglich hielten. Ausgerechnet eine seit Jahrzehnten bekannte Prozessorarchitektur rückt wieder ins Blickfeld – mitten in einem Boom, der bislang fast vollständig von Nvidias Grafikprozessoren, den GPUs, geprägt wird. Der sagenhafte Aufstieg von Nvidia Um die aktuelle Wende zu verstehen, lohnt ein Blick auf die grundlegenden Unterschiede zwischen den Prozessoren. Beide Chiptypen sind eine Art Herz eines jeden Rechners. CPUs, die klassischen Prozessoren, sind Alleskönner, sozusagen das „Schweizer Taschenmesser“ der Computerwelt. Sie bestehen aus wenigen, sehr leistungsfähigen Kernen, die viele unterschiedliche Aufgaben nacheinander und präzise abarbeiten. Intel war über Jahrzehnte führend bei CPUs für Server, PCs und Notebooks, gefolgt vom US-Rivalen AMD .