Gehirnchips: Der Wettlauf um das beste Implantat für das menschliche Hirn
Handelsblatt Technik
16 mai 2026, 13:00
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Alameda, Düsseldorf. Der Mann, der die Blindheit besiegen will, residiert in Alameda, einer kleinen Inselstadt in der Bucht von San Francisco. Hier, in einem unscheinbaren schwarzen Bürogebäude, arbeitet Max Hodak an der Zukunft. An den Wänden hängen Bilder des menschlichen Gehirns, in den Schränken stapeln sich Bauteile, und auf den Tischen liegen Platinen. Mittendrin Hodak, 36 Jahre alt, der Großes vorhat: das menschliche Gehirn mit dem Computer zu verbinden, mithilfe von Brain-Computer-Interfaces (BCIs), dem jüngsten Schrei im Silicon Valley . Hodak ist Gründer und Chef von Science Corp. „Wir sind eine Neural-Engineering-Company“, sagt er. „Wir konstruieren das Gehirn.“ Seine Firma ist kein klassisches Biotech-, kein reines Medizintechnik-Start-up – eher eine Mischung aus Chipentwickler und Neurochirurg. Bekannt wurde Hodak als Mitgründer von Elon Musks Start-up Neuralink, das ebenfalls an Gehirnchips arbeitet. Über seinen dortigen Abgang spricht er nicht gerne. In seinem Umfeld heißt es, Hodak sei unzufrieden gewesen mit Musks Führungsstil, schlecht reden würde er über den Milliardär aber nicht. Was ihn antrieb, 2021 etwas Eigenes aufzubauen, ist dagegen klar: Er will Gehirnchips zum medizinischen Werkzeug entwickeln.