AWS-Chef Matt Garman: „Google versucht immer, Aufmerksamkeit zu bekommen“
Handelsblatt Technik
12 mai 2026, 08:24
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San Francisco. Über Sieg und Niederlage im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) entscheidet nicht mehr nur das beste Modell – mittlerweile geht es vor allem um den Zugang zu Rechenleistung. „Es gibt mehr Nachfrage als Angebot“, sagt Matt Garman, Chef des Cloud-Weltmarktführers Amazon Web Services (AWS), im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Und ich glaube, dass das Angebot weiter beschränkt bleiben wird“, wahrscheinlich sogar „für die kommenden Jahre“. Hintergrund ist der Mangel an Strom, Transistoren, Speicherchips und weiteren Komponenten, die zum Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren nötig sind. „Es ist nicht so, dass nicht genug bestellt worden wäre“, sagt Garman. „Es gibt einfach nur so viel, wie die Welt im Moment liefern kann.“ Das Handelsblatt trifft den 49-Jährigen, der AWS seit Mitte 2024 führt, auf einer Veranstaltung in San Francisco. Dort gab er Ende April eine neue Partnerschaft bekannt: AWS-Kunden können nun erstmals direkt mit den Sprachmodellen des ChatGPT‑Herstellers OpenAI arbeiten. Wettstreit um Anthropic Eine Exklusivitätsvereinbarung zwischen OpenAI und dessen wichtigstem Investor Microsoft hatte dies bislang verhindert. Zuvor hatte Chef Satya Nadella auch unterbunden, dass OpenAI Rechenkapazität bei Amazon einkauft. Der Softwarekonzern ist mit seinem Cloud-Angebot Azure der wichtigste Wettbewerber von AWS.