Signal: Chefin von Messengerdienst räumt Fehler ein
Handelsblatt Technik
8 mai 2026, 10:27
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Düsseldorf. Die Chefin des Messengerdienstes Signal, Meredith Whittaker, hat Fehler im Umgang mit der Phishingkampagne gegen Nutzer der App eingeräumt. Der „Spiegel“ hat mit der Signal-Chefin gesprochen. Rückblickend gebe es „eine Reihe von Dingen, die wir anders hätten machen können“, habe Whittaker dem Magazin mit Blick auf Signal gesagt. Zugleich habe sie betont: „Signal ist weiterhin sicher – unsere Verschlüsselung bleibt robust.“ Der Spiegel hatte zuvor berichtet, dass über gezielte Phishingangriffe Signal-Konten kompromittiert worden seien, darunter die Accounts von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sowie der Bundesministerinnen Verena Hubertz und Karin Prien. Die weiterhin laufende Kampagne werde Russland zugeschrieben. Das Handelsblatt berichtete ebenfalls darüber. Als Konsequenz kündigt Whittaker dem „Spiegel“ gegenüber neue Schutzmechanismen an. Künftig sollten Nutzer beim Empfang von Nachrichten unbekannter Absender zusätzliche Warnhinweise erhalten. Zudem solle das Annehmen neuer Kontakte nicht mehr mit nur einem Klick möglich sein. Weitere Änderungen seien bereits in Arbeit. Auch Kritik an der Krisenkommunikation des Dienstes habe Whittaker dem Bericht zufolge aufgegriffen. Falls frühere Äußerungen als Schuldzuweisung an Betroffene verstanden worden seien, müsse sie sich dafür entschuldigen. Dies sei „ganz sicher nicht unsere Absicht“ gewesen. Zwar habe der Angriff gezielt auf das Verhalten der Nutzer abgezielt, dennoch sei dies „natürlich kein Versagen einzelner Menschen“.