DeepL: KI-Firma streicht rund ein Viertel der Stellen

Handelsblatt Technik
7 mai 2026, 11:06

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Düsseldorf. Die Kölner KI-Übersetzungsfirma DeepL baut rund 250 Stellen ab und will sich konsequent auf eine „AI-First“-Strategie ausrichten. Das kündigte CEO und Gründer Jarek Kutylowski am Donnerstag in einem LinkedIn‑Post an. Künftig sollen kleinere Teams stärker auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen, Entscheidungswege verkürzt und Strukturen verschlankt werden. Eine Sprecherin teilte dem Handelsblatt mit: „KI verändert grundlegend die Art der Arbeit in unserem gesamten Unternehmen.“ Der Stellenabbau sei Teil eines tiefgreifenden Umbaus des Unternehmens. DeepL wolle KI nicht nur in seine Produkte integrieren, sondern „in jede Ebene“ der Organisation einbetten, schrieb Kutylowski. Routineaufgaben sollen künftig zunehmend von KI-Systemen übernommen werden. Die Entlassungen dürften rund ein Viertel der Belegschaft betreffen. Nach eigenen Angaben beschäftigt DeepL derzeit mehr als 1000 Mitarbeitende. Genauere Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Bei Entlassungen von mehr als zehn Prozent der Belegschaft sind Unternehmen verpflichtet, eine Massenentlassungsanzeige bei der Bundesagentur für Arbeit einzureichen. 250 Stellen will der KI-Übersetzungsdienstleister DeepL streichen. Kutylowski kündigte zugleich an, selbst wieder stärker ins operative Geschäft einzugreifen. Er wolle eine Taskforce leiten, „die grundlegend neu denken soll“, wie DeepL Produkte entwickelt, Kunden gewinnt und Partnerschaften gestaltet, um mit dem Tempo der KI-Entwicklung mitzuhalten. Laut Experten nutzen inzwischen viele Privatnutzer Sprachmodelle wie ChatGPT, um Texte zu übersetzen .