Deutsche Glasfaser: Einigung mit Banken – Umschuldung in Milliardenhöhe
Handelsblatt Technik
29 avr. 2026, 12:04
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Frankfurt, Düsseldorf. Die Deutsche Glasfaser erhält von den Eigentümern EQT und Omers sowie von den etwa 50 kreditgebenden Banken insgesamt 1,2 Milliarden Euro frisches Kapital. Gleichzeitig einigten sich beide Seiten auf eine milliardenschwere Umschuldung. Das bestätigte die Deutsche Glasfaser am Mittwoch. Damit haben Eigentümer und Gläubiger die finanzielle Krise eines der größten Glasfaser-Anbieter in Deutschland abgewendet. Die Restrukturierung war in der Branche aufmerksam verfolgt worden. Viele der auf mehr als 200 geschätzten Glasfaseranbieter in Deutschland haben finanzielle Schwierigkeiten. Andreas Pfisterer, Chef der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe, sagte: „Die Einigung ist ein wichtiger Meilenstein und eine sehr gute Nachricht für unsere Mitarbeitenden und Partner.“ Sie schaffe Planungs- und Finanzierungssicherheit. „Damit sind wir vollständig durchfinanziert und heben uns klar vom Wettbewerb ab.“ Zu den Details der Transaktion äußerte sich die Deutsche Glasfaser nicht. Insidern zufolge schießen EQT und Omers gemeinsam 845 Millionen Euro Kapital nach, während die Banken rund 400 Millionen Euro vorrangiges Fremdkapital beisteuern. Mit dem Geld soll unter anderem die bis 2027 geplante Erschließung von 3,2 Millionen Haushalten, überwiegend abseits großer Ballungsgebiete und im ländlichen Raum, finanziert werden. Derzeit befinden sich rund 2,6 Millionen Haushalte im Ausbaugebiet der Deutschen Glasfaser. In der Branche wird diese Kennzahl als „Homes passed“ bezeichnet. Von dem ursprünglichen Ziel, sechs Millionen Haushalte zu erreichen, ist der Telekom-Konkurrent weit abgerückt.