KI-Expertin: „Wer hätte gedacht, dass ChatGPT so einschlägt?“

Handelsblatt Technik
8 juin 2026, 13:52

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Würzburg. An der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg herrscht an diesem Mittwochmittag Ende Januar der Ausnahmezustand. Nicht wegen des Schnees, der die bayerische Universitätsstadt in den vergangenen Tagen so zugeschneit hat, dass Busse und Straßenbahnen ausfielen und Schulen schlossen. Nein, wegen etwas viel Schlimmerem: Heute bleibt die Mensa zu. Schon wieder Verdi-Warnstreik. Zum Glück hat die Ökonomin Alicia von Schenk, 30, vorgesorgt. Die wohl jüngste Professorin Deutschlands steht in ihrem Büro im dritten Stock, blickt durch das Fenster auf die Festung Marienberg und die vielen Kirchtürme der Stadt und sagt: „Kein Problem, ich habe reserviert.“ Natürlich hat sie das. Mit Juniorprofessor Joschka Wanner, 36, und den zwei italienischen Doktoranden Luca und Pietro, 27, geht es zum Koreaner. Beim Essen einigt sich die Gruppe schnell, alle vier bestellen Bibimbap. Bei den Gesprächsthemen gibt es mehr Reibung: Sollte man US-amerikanischen KI-Agenten wie ChatGPT wirklich seine Daten anvertrauen? Oder lieber auf europäische Alternativen wie Le Chat vom französischen KI-Start-up Mistral AI setzen?