Antrophic: Weißes Haus erwägt offenbar staatliche Prüfung von KI-Modellen
Handelsblatt Technik
5 mai 2026, 09:14
Texte de la source originale
Düsseldorf. Das Weiße Haus erwägt offenbar, neue Modelle Künstlicher Intelligenz ( KI ) künftig vor ihrer Veröffentlichung staatlich prüfen zu lassen. Darüber berichtet die „New York Times“ (NYT) und beruft sich auf mit den Beratungen vertraute US-Beamte und Insider. Demnach diskutiert die US-Regierung unter Donald Trump eine mögliche Exekutivanordnung – eine direkte Anweisung des Präsidenten an Behörden – zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Künstliche Intelligenz. Diese solle Führungskräfte aus der Technologiebranche und Regierungsvertreter zusammenbringen, um verschiedene Aufsichtsmechanismen zu prüfen. Dabei werde auch ein formelles Prüfverfahren für neue KI-Modelle in Betracht gezogen. In Gesprächen in der vergangenen Woche hätten Vertreter des Weißen Hauses Führungskräfte großer Technologieunternehmen über entsprechende Überlegungen informiert. Der Bericht nennt Anthropic, Google und OpenAI . Ein mögliches Modell für die Aufsicht könne sich an bestehenden Verfahren in Großbritannien orientieren, bei denen staatliche Stellen die Einhaltung von Sicherheitsstandards überprüfen. Kurswechsel in der US-Politik Auslöser für die mögliche Neuregelung sei unter anderem das umstrittene KI-Modell Claude Mythos des Unternehmens Anthropic. Dieses gilt als besonders leistungsfähig bei der Identifikation von Sicherheitslücken in Software und kann erhebliche Auswirkungen auf die Cybersicherheit haben. Das Unternehmen hat eine Veröffentlichung des Modells bislang zurückgestellt.