Prozess gegen Altman: OpenAI-Anwalt sorgt im Kreuzverhör für Frust bei Musk

Handelsblatt Technik
1 mai 2026, 14:29

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Oakland. Elon Musk kann charmant sein, freundlich, überzeugend. Und er kann herablassend sein, dünnhäutig und selbstgerecht. Im Gerichtssaal in Oakland an der Bucht von San Francisco erlebten die Zuhörer in dieser Woche beide Seiten des reichsten Mannes der Welt. Welches Bild sich durchsetzt, dürfte über das womöglich spannendste Tech-Urteil des Jahres mitentscheiden. Am Dienstag begann das Verfahren vor dem Bundesgericht für Nordkalifornien mit einem vernichtenden Vorwurf von Musk. Der Milliardär und frühe Geldgeber des ChatGPT-Entwicklers macht OpenAI-Chef Sam Altman sowie -Mitgründer Greg Brockman schwere Vorwürfe. „Es ist nicht okay, eine wohltätige Organisation zu stehlen“, erklärte er zum Prozessauftakt. Auch Altman war im Saal, wird aber erst später aussagen müssen. Musk argumentiert, dass bei OpenAI – einst als gemeinnützige, quelloffene Forschungsorganisation für Künstliche Intelligenz (KI) gegründet – inzwischen der gesamte Wert in einem profitorientierten Teil konzentriert sei. Von der ursprünglichen Mission sei also nichts mehr übrig. Altman kontert, dass die Kontrolle über OpenAI weiterhin beim Non-Profit-Kern, einer Stiftung, liege.