Studie: Jobabbau wegen KI bringt keinen Gewinnschub
Handelsblatt Technik
5 mai 2026, 07:35
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Frankfurt. Der Austausch menschlicher Beschäftigter durch „Kollege KI“ zahlt sich einer Studie zufolge für Unternehmen nicht zwingend aus. „Personalabbau mag zwar finanziellen Spielraum schaffen, bringt aber keine Rendite“, sagte Analystin Helen Poitevin von der Beratungsfirma Gartner in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Erfolgreich seien vor allem diejenigen Unternehmen, die statt auf Entlassungen auf gezielte Weiterbildung der Beschäftigten setzten. Für die Erhebung wurden 350 Unternehmen mit mindestens einer Milliarde Dollar Umsatz befragt, die KI in größerem Umfang nutzen. Zwar hätten 80 Prozent von ihnen Stellenkürzungen angekündigt, erläuterte Poitevin. Lediglich ein Prozent davon ließ sich aber auf direkte Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz (KI) zurückführen. Der Rest habe seine Ursache in anderen Faktoren wie unsicheren Konjunkturaussichten. Langfristig würden durch den verstärkten Einsatz von KI-Agenten sogar Jobs geschaffen, betonte die Gartner-Expertin. Hochdigitalisierte Unternehmen wüchsen in der Regel überdurchschnittlich und benötigten daher zusätzliche Arbeitskräfte, um die KI-Systeme zu steuern und zu warten. „Dieses Phänomen lässt sich am einfachsten mit dem 'Jevons-Paradoxon' beschreiben“, fügte sie hinzu.