Fermentation: Wie Pilze und Bakterien Filets und Käse ohne Tier liefern
Handelsblatt Technik
8 juin 2026, 14:29
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Frankfurt. Sie sehen aus wie Fleisch, sie schmecken wie Fleisch. Doch für die Filets, die das Foodtech Kultfarm hier in seiner Frankfurter Versuchsküche serviert, musste kein Tier gemästet und geschlachtet werden. Anders als für Schnitzel aus Tofu oder Erbsen verwendet das Unternehmen weder Bindemittel noch Zusatzstoffe.
Denn Kultfarm nutzt eine jahrtausendealte Technologie: die Fermentation. Sie könnte die Lebensmittelherstellung nachhaltiger und unabhängiger von Massentierhaltung machen.
Das Frankfurter Start-up ist eines von zahlreichen Foodtechs weltweit, die mit der Fermentation proteinreiche Lebensmittel entwickeln. Sie versprechen weniger Tierleid, weniger Emissionen, weniger Wasserverbrauch. Zugleich sollen deren Produkte ein vollständiges Nährstoffprofil liefern. Doch während viele Hersteller ihre Proteine in den USA und Asien bereits verkaufen, bremsen Zulassungsverfahren den Sektor in Europa.