KI: US-Regierung will Streit mit Anthropic offenbar beilegen

Handelsblatt Technik
29 avr. 2026, 04:39

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Düsseldorf. Die US-Regierung arbeitet einem Medienbericht zufolge an einer Regelung, die es Bundesbehörden ermöglichen könnte, den KI-Entwickler Anthropic nicht länger als Sicherheitsrisiko einzustufen. Ein entsprechender Entwurf werde im Weißen Haus erwogen, um den Streit mit dem Unternehmen beizulegen, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Dienstag unter Berufung auf Insider. Dies könnte es Behörden erlauben, neue KI-Modelle von Anthropic wie das kürzlich vorgestellte „Mythos“ zu nutzen. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen. Hintergrund ist ein Konflikt mit dem Pentagon, nachdem sich Anthropic geweigert hatte, Sicherheitsvorkehrungen zu entfernen, die einen Einsatz seiner KI für autonome Waffen oder zur Überwachung im Inland verhindern. Daraufhin hatte das US-Verteidigungsministerium das Unternehmen als Risiko für die Lieferkette eingestuft. Zuletzt gab es jedoch Anzeichen einer Annäherung. Nach einem Treffen von Anthropic-Chef Dario Amodei mit Regierungsvertretern sagte US-Präsident Donald Trump vergangene Woche, das Unternehmen sei in den Augen seiner Regierung „auf einem guten Weg“. Experten zufolge verfügt das neue KI-Modell Mythos über eine potenziell beispiellose Fähigkeit, Cybersicherheitslücken zu erkennen und auszunutzen.