KI-Briefing: Programmieren wird zur Superkraft – aber nicht mehr lange
Handelsblatt Technik
8 mai 2026, 14:00
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Wenn Sie nur wenig Zeit haben, liebe Leserinnen und Leser, dann ist das vielleicht die wichtigste Einsicht meiner vergangenen Wochen mit Künstlicher Intelligenz: Wir erleben gerade ein kurzes Fenster technologischer Freiheit. Ein einzelner Journalist kann heute mit einem Laptop und einem KI-Abo digitale Werkzeuge bauen, für die früher Entwickler, Datenanalystinnen und Designer nötig gewesen wären. Ich habe in den vergangenen Monaten genau das getan. Doch dieses Fenster beginnt sich bereits wieder zu schließen. Warum das wichtig ist: Die KI-Revolution besteht nicht nur darin, dass Chatbots Antworten geben. Der tiefere Umbruch ist, dass Software selbst zur Sprache geworden ist. Wer präzise formulieren kann, kann plötzlich Produkte bauen. Das verschiebt Macht: weg von der reinen Nutzung, hin zur Gestaltung. Für Medienhäuser, Unternehmen und Verwaltungen ist das eine große Chance. Für mich zeigt sich diese Verschiebung gerade im Alltag. In den vergangenen Monaten habe ich mir etliche neue Werkzeuge im Austausch mit KI erstellen lassen: ein Radar für meine Straße in Düsseldorf , das Behördeninformationen, PDFs und Ortsdaten zu einem hyperlokalen Nachrichtenstrom verdichtet; ein System, das niederländische Gerichtsakten als Quelle für Recherchen erschließt; eine Möglichkeit, acht Jahre meiner bei LinkedIn gefangenen Inhalte zurück unter meine eigene Kontrolle auf meine eigene Website stephanscheuer.de zu holen. Ich habe nicht die KI befragt. Ich habe mit ihr gebaut. Das können Sie hier nachlesen.