Starlink: Warum das Satellitensystem Milliarden kostet und der Umwelt schadet
Handelsblatt Technik
30 avr. 2026, 07:41
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Düsseldorf. Ein unbekanntes Objekt mit einem grellen Schweif zieht durch den Nachthimmel über Süddeutschland, Menschen rätseln über seine Herkunft. Kurz darauf ist klar: Es sind die Überreste eines Starlink-Satelliten des US-Unternehmens SpaceX von Elon Musk . Was am 27. August 2024 wie ein spektakuläres Einzelereignis wirkt, ist in Wahrheit Teil eines Systems. „Regelmäßige Abstürze sind im Geschäftsmodell einkalkuliert“, sagt Raumfahrtexperte Darot Dy von Roland Berger. Das Unternehmen nutzt sie sogar als Teil seiner Innovationsstrategie. Im Wochentakt starten Raketen, bringen neue Satelliten in den Orbit, ausgestattet mit immer leistungsfähigerer Technik. Alte Modelle werden ersetzt – und verglühen. Noch fällt das kaum ins Gewicht. Doch die Entwicklung steht erst am Anfang – und könnte sich zu einem globalen Massenphänomen auswachsen. Schon heute umkreisen rund 15.000 Satelliten die Erde, davon entfallen derzeit 10.260 auf Starlink von SpaceX, die größte Satellitenkonstellation der Welt. Digitale Karten zeigen das Ausmaß: Tausende Lichtpunkte überziehen den Planeten, jeder einzelne ein aktiver Satellit.