Anthropic-Gründer: Wie Dario Amodei seinen Erzrivalen OpenAI abhängt

Handelsblatt Technik
29 avr. 2026, 20:51

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Vom Underdog zum Machtfaktor: Anthropic wächst explosiv, überholt etablierte Rivalen wie OpenAI und zwingt selbst einen Google-Gründer zur Rückkehr aus dem Ruhestand. Der Gegenentwurf aus dem Silicon Valley: Gründer Dario Amodei setzt auf Sicherheit, Fokus und Unternehmenskunden – und macht daraus eine der wirkungsvollsten Strategien der KI-Industrie. Ein Duell mit globaler Tragweite: Der Konflikt zwischen Amodei und OpenAI-Chef Sam Altman entscheidet nicht nur über Marktanteile, sondern über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. San Francisco, Las Vegas, Düsseldorf. Mit rasantem Wachstum kenne er sich aus, dachte Felix Rieseberg. Der Softwaremanager hat schon für den Zahlungsdienstleister Stripe gearbeitet. Oder für die Bürokommunikations-App Slack – das seinerzeit „am schnellsten wachsende Unternehmen aller Zeiten“, sagt er. Das allerdings, was Rieseberg gerade bei seinem neuen Arbeitgeber Anthropic erlebt, erreicht eine ganz andere Dimension. Ein so massives Wachstum in kurzer Zeit, habe er „persönlich in keinem anderen Job jemals erlebt“, sagt der Deutsche, der bei Anthropic zwei der wesentlichsten Anwendungen verantwortet: die Software Claude Cowork, mit der sich etwa Dokumente analysieren oder komplexe Finanzdaten aufbereiten lassen, und die Computerversion des Chatbots Claude. Konkrete Zahlen nennen weder das Unternehmen noch Rieseberg, der in Mülheim an der Ruhr aufwuchs und später im Silicon Valley Karriere machte. Bekannt ist lediglich, dass das Start-up, das seinen Kunden die Künstliche Intelligenz (KI) Claude vermietet, seinen aufs Jahr hochgerechneten Umsatz bis März auf 30 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht hat – innerhalb nur eines Quartals.