SpaceX: Wie Elon Musk den globalen Mobilfunk übernehmen will

Handelsblatt Technik
21 mai 2026, 20:05

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Elon Musk könnte mit „Starlink Mobile“ als zunächst virtueller Mobilfunkanbieter in bestehende Netze einsteigen, langfristig aber selbst zum globalen Netzbetreiber werden. Der geplante Börsengang von SpaceX, zu dem Starlink gehört, soll den Konzern mit mehr als zwei Billionen Dollar bewerten – fast so viel wie Amazon. Ziel ist es, frisches Kapital zu beschaffen, um das Satellitennetzwerk als direkten Konkurrenten der Netzbetreiber weltweit auszubauen. Das nun veröffentlichte 379-seitige Börsenprospekt gewährt Einblicke in das Geschäft von SpaceX, die Wachstumspläne rund um Starlink und zeigt, wer am meisten vom möglichen Rekordbörsengang profitieren könnte. Welche Details hinter der angestrebten Bewertung stecken, lesen Sie hier . Barcelona, Bonn, Berlin, Düsseldorf. So sehen technologische Revolutionen nach dem Geschmack Elon Musks aus: Mal angenommen, das Starship würde in Hamburg oder München starten, niemand könnte es übersehen. Die SpaceX-Rakete würde die St.-Michaelis-Kirche um zehn Meter, die Frauenkirche gar um 50 Meter überragen. Schon die Vorläufermodelle des Starships sprengten alle Dimensionen. Aber die Version 4 des Starships überbietet sie locker. Die Schubkraft wird beim Start 2027 dreimal so hoch sein wie bei der Saturn V der Mondmission. Und sie kann mehr als 200 Tonnen tragen, fast zehnmal so viel wie die leistungsstärkste Ariane 6. Und das Wichtigste: Die Starship ist keine Einzelanfertigung, sondern wird in Serie produziert. Sie ist also „wiederverwendbar“. Schon im nächsten Jahr soll die Starship wöchentlich und ab 2030 täglich abheben. Damit könnte SpaceX rein rechnerisch alle drei Wochen die Masse der heute aktiven Satelliten im All verdoppeln. Passend zur Rakete entwickelte SpaceX-Gründer Musk einen völlig neuen Satelliten – den V3. Er wiegt zwei Tonnen und kommt in der Spannweite seiner Solarpanele auf die einer Boeing 737. Das technische Herzstück ist die Antenne. Die ist so groß wie ein Tennisplatz – und  extrem leistungsstark. Mit ihr kann man ein Signal in einer Geschwindigkeit von einem Terabyte pro Sekunde zum Smartphone bringen. Und das mit einer Latenz von 20 Millisekunden. Das ist 5G-Niveau, und das fast überall in der Welt.