Langlebigkeit: Longevity ohne Nebenwirkungen – was die Forschung empfiehlt
Handelsblatt Technik
28 mai 2026, 20:06
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Las Vegas, München. „Stirb nicht!“, sagt Longevity-Guru Bryan Johnson. Und strebt nach eigener Aussage an, 2039 unsterblich zu werden. Ron Jachimowicz hält das für absurd – und hat einige Argumente auf seiner Seite. Jachimowicz forscht am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln und kennt den aktuellen Stand der Forschung: Die ältesten Menschen wurden bislang rund 120 Jahre alt – mehr sei nach aktuellem Datenstand nicht drin. „Wir haben keinerlei Ansätze, die auch nur annähernd darauf hinweisen, dass wir unsterblich sein könnten“, sagt er. Die Realität liegt weit darunter: Männer leben in Deutschland im Schnitt 78,5 Jahre, Frauen 83,2 – viele dieser Jahre nicht einmal gesund. Was aber nicht heißt, dass man die Hände in den Schoß legen muss. Die Langlebigkeitsforschung beschäftige vielmehr eine andere Frage: „Wie schaffen wir es, möglichst lange gesund zu leben?“, sagt Jachimowicz. Ziel ist es also nicht, die Lebens-, sondern die Gesundheitsspanne zu erweitern. Immerhin liege der Anteil der Gene an der Langlebigkeit bei 50 Prozent, zeige eine jüngst publizierte Studie . „Heißt, den Rest kann man beeinflussen.“