Halbleiter: Infineon beendet die Ära der Fabrikneubauten

Handelsblatt Technik
22 mai 2026, 10:57

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München. Die Zeit der milliardenteuren Neubauten bei Infineon endet. Der Chipkonzern werde auf absehbare Zeit keine weiteren Fabriken errichten, sagte Produktionsvorstand Alexander Gorski dem Handelsblatt. „Wir sind für künftiges Wachstum mit unseren bestehenden drei großen Standorten sowie mit externen Partnern gut aufgestellt.“ Für die Aktionäre sind das gute Nachrichten. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren viel für Neubauten ausgegeben und war in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 geschrumpft. Anfang Juli wird Infineon seine neueste, fünf Milliarden Euro teure Fertigungsstätte in Dresden eröffnen. In der sächsischen Landeshauptstadt betreibt der Konzern bereits mehrere, aneinander angrenzende Fabriken. Vor zwei Jahren ging zudem eine zwei Milliarden Euro teure Erweiterung der Fabrik in Kulim in Malaysia in Betrieb. Ein dritter Produktionsstandort ist das österreichische Villach. Angesichts einer hohen Nachfrage nach Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren startet die Produktion in Dresden ein Quartal eher als ursprünglich geplant. Gorski: „Wir fahren das neue Modul doppelt so schnell hoch wie in der Vergangenheit.“ Schon seit Monaten kommt Infineon mit den Bestellungen von Chips für die Künstliche Intelligenz (KI) nicht hinterher.