KI: Werden CEOs bald von Künstlicher Intelligenz ersetzt?

Handelsblatt Technik
8 mai 2026, 09:58

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München. Stuart Russell zählt zu den weltweit einflussreichsten Forschern im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Seit 40 Jahren lehrt der Professor an der University of California, Berkeley, und prägt die Debatte über Chancen und Risiken der Technologie. Russell ist Mitautor eines der wichtigsten Lehrbücher der Disziplin. Mehr als 1500 Universitäten nutzen das Standardwerk „Artificial Intelligence: A Modern Approach“ in der Lehre. Im Interview auf der DLD-Konferenz in München erklärt Russell dem Handelsblatt, warum er vom Technologieoptimisten zum Mahner geworden ist, weshalb er die aktuelle Regulierung für falsch hält und wie hoch er das Risiko einschätzt, dass KI außer Kontrolle gerät. Lesen Sie hier das komplette Interview mit Berkeley-Professor Stuart Russell: Herr Russell, Sie haben das weltweit einflussreichste KI-Lehrbuch mitgeschrieben und gelten heute als einer der prominentesten Warner. Wann genau ist aus dem Optimisten der Skeptiker geworden? Ich glaube nicht, dass „Skeptiker“ das richtige Wort ist. Es ist eher ein Kompliment an die KI, wenn ich sage: Sie könnte so leistungsfähig werden, dass sie zur Bedrohung wird – es sei denn, man entwickelt sie richtig. Jemand, der dafür sorgt, dass Atomreaktoren nicht explodieren, ist ja auch kein Skeptiker gegenüber Kernenergie. Das ist einfach gesunder Menschenverstand.