Nach Klage: Verzögerte KI-Siri – Apple will 250 Millionen Dollar zahlen
Handelsblatt Technik
6 mai 2026, 00:03
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San Jose. Der Tech-Konzern Apple will eine Klage wegen der Verzögerungen bei neuen Funktionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) mit einer Zahlung von 250 Millionen US-Dollar (rund 214 Millionen Euro) beilegen. Die Vergleichsvereinbarung wurde der zuständigen Richterin im US-Bundesstaat Kalifornien zur Bestätigung vorgelegt. Profitieren sollen US-Kunden, die sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums eines der damals neu eingeführten iPhone-Modelle gekauft haben. Hintergrund ist eine verzögerte Weiterentwicklung der Assistenzsoftware Siri mit KI: Apple hatte sie bei seiner Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2024 angekündigt und zum Start der iPhone-16-Modellreihe im Herbst zeitweise auch Werbung dafür gemacht. Die verbesserte Siri soll für Nutzer besonders hilfreich sein, weil sie Zugang zu persönlichen Informationen der Nutzer hat und quer über verschiedene Apps auf Apple-Geräten aktiv sein kann. Im März 2025 musste der Konzern jedoch bekanntgeben, dass sich die Software verzögert. Sie habe nicht verlässlich genug funktioniert, um sie zu veröffentlichen, hieß es später. Inzwischen stellt Apple die personalisierte Siri für dieses Jahr in Aussicht. Andere angekündigte KI-Funktionen wie Live-Übersetzungen und Text-Korrektur führte Apple seitdem schrittweise ein.